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Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e. V.

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Aktuelles aus der Forschung

Die Life SMS-Methodik: Ein Konzept zum eigenverantwortlichen Umgang mit Multipler Sklerose

Anno Jordan, Jörg Spitz, Blickpunkt-Ausgabe 02/2018

Das Projekt Life-SMS (Lebensstil-Strategien bei MS) betrachtet das Thema MS unter einem systemischen Ansatz. Auf Basis verfügbarer wissenschaftlicher Studien zum Themenkomplex Lebensstil, Umwelteinflüsse und Stabilisierung des Systems Mensch – speziell des Immunsystems – wird eine Methodik entwickelt, die unabhängig von und kompatibel mit jeglichen medikamentösen Therapien ist. Die Life-SMS-Methodik eröffnet Betroffenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich mit der Krankheit umzugehen und das Dogma der Unheilbarkeit zu überwinden.

Was ist Cochrane? Verlässliche Gesundheitsinformationen als Grundlage für informierte Entscheidungen

Bernd Meixner, Blickpunkt-Ausgabe 03/2017

Als unabhängiger Verein sind wir stets auf der Suche nach ebenfalls (hauptsächlich von der Pharmaindustrie) unabhängigen Einrichtungen, sodass wir eine unabhängige Berichterstattung sicherstellen können. Das Netzwerk Cochrane bietet medizinische Informationen, deren Vertrauenswürdigkeit und Qualität international anerkannt sind. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf eine Untersuchung von Cochrane hinweisen, die analysiert, inwieweit der Nutzen und die Sicherheit einer möglichst frühen Behandlung von Multipler Sklerose mit Medikamenten gegeben sind.

Zur Behandlung der MS-bedingten Spastizität: Ein Erfahrungsbericht

Alexander Simonow, Blickpunkt-Ausgabe 3/2016

Viele Patienten der Neurologischen Klinik Sorpesee sind an einer Multiplen Sklerose (MS) erkrankt. Bei vielen Betroffenen mit einer zumeist chronischen Verlaufsform der MS kommt es neben anderen neurologischen Symptomen häufig zu Spastizitäten einzelner Muskeln oder Muskelgruppen. Die Begriffe „Spastik“ und „Spastizität“ werden synonym als Ausdruck einer krankhaften Erhöhung der Muskelruhespannung gebraucht, die bei der MS durch die entzündlichen Hirnveränderungen entstehen. In diesem Artikel wird überwiegend die weniger diskriminierende Bezeichnung Spastizität verwendet. Die exakte Ursache der Spastizität ist bis heute nicht eindeutig, genauso wie die Frage der individuell unterschiedlichen Ausprägung der Spastizität geklärt Die Spastizität kann zu erheblichen funktionellen Einschränkungen, Schmerzen, Schlafstörungen, einem partiellen oder vollständigen Verlust der Arbeitsfähigkeit und einer deutlich verminderten Lebensqualität führen.

Warum hat mir das keiner vorher gesagt? - Wissenswertes über Diagnose und Prognose bei MS

Bernd Meixner, Blickpunkt-Ausgabe 3/2016

Im Mai fand in den Räumen von Rehability ein Themenseminar Multiple Sklerose statt. Dort hielten Dr. Jutta Scheiderbauer (TAG) und Dipl. Psych. Christiane Jung (TIMS) sehr interessante Vorträge rund um das Thema Multiple Sklerose. Die Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e. V. war dort mit mehreren Teilnehmenden vertreten. Dr. Jutta Scheiderbauers Vortrag hatte die Überschrift: „Warum hat mir das keiner vorher gesagt? Wissenswertes über Diagnose und Prognose bei MS“.

Biotin bei progredienten MS-Verläufen: Beachtliche Therapieerfolge müssen weiter bestätigt werden

Jutta Scheiderbauer, Blickpunkt-Ausgabe 1/2016

Im Jahr 2015 tauchten erstmals Ergebnisse aus wissenschaftlich seriösen Studien auf, die von Erfolgen medikamentöser Therapien bei der Behandlung primär und sekundär progredienter MS-Verlaufsformen berichteten, oder zumindest darauf hoffen ließen. Das Dilemma der zurzeit verfügbaren Immuntherapien ist bekannt: Am besten „behandeln“ sie Kernspinbefunde, gefolgt von einer möglichen Verhinderung von Schüben bei einem Teil der Patienten, aber beides übersetzt sich selbst in kurzen Studienlaufzeiten nur ungenügend in eine Verringerung der zunehmenden Behinderung. Keine dieser Therapien bremst die neurodegenerativen Vorgänge der MS, die bereits in der schubförmigen Phase parallel nachweisbar sind und bei zwei Dritteln der Betroffenen mit schubförmigem Verlauf irgendwann an Dynamik aufnehmen bzw. bei den Betroffenen mit primär progredienter Verlaufsform von Anbeginn führend sind.

Medizinische Studien verstehen: Was ist eine „randomisierte placebo-kontrollierte doppelblinde Studie“?

Teresa Koschwitz, Blickpunkt-Ausgabe 2015

Gerade wer sich für medizinische Themen interessiert, wird häufig über wissenschaftliche Studien stolpern. Doch zahlreiche Begriffe rund um Forschungsstudien muss man erst einmal verstehen. Studien werden grundsätzlich in Beobachtungs- und Experimentalstudien unterteilt. Bei Beobachtungsstudien handelt es sich meistens um Datenerhebungen, ohne dass zusätzliche Untersuchungen oder Experimente durchgeführt werden.

Leitlinie "Multiple Sklerose, Diagnostik und Therapie": Kommentar zur Modifikation 2014

Blickpunkt-Ausgabe 1/2015

Seit dem Jahr 1999 veröffentlichen MS-Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz regelmäßig Empfehlungen zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Ziel ist, neue Diagnosekriterien, Therapieziele und Medikamente schnell in die Behandlungspraxis zu integrieren. Zunächst nannte man es „Konsensusempfehlungen“, seit 2008 gibt es MS-Leitlinien zu Diagnostik und Therapie. Die aktuelle Leitlinie stammt aus dem Jahr 2012, wurde 2014 ergänzt und ist bis zum 31.12.2015 in dieser Form gültig.

Über die Schwächen der aktuellen Leitlinie zur MS-Behandlung - „Was ist evidenzbasierte Medizin und ist diese bei MS realisiert?“

Jutta Scheiderbauer, Blickpunkt-Ausgabe 02/2015

Im Februar hielt Dr. Jutta Scheiderbauer einen Vortrag für MSK-Mitglieder zum Thema evidenzbasierte Medizin und setzte diese in Zusammenhang mit der Aktualisierung der Leitlinie zu MS. Zahlreiche Zuhörer kamen ins Gemeindezentrum St. Clara nach Mannheim-Seckenheim, um sich zu informieren und zu diskutieren. Vielen Dank für die rege Beteiligung! Ihren Vortrag und die aktuelle Entwicklung fasst Jutta Scheiderbauer nachfolgend für uns zusammen. Nach dem kritischen Bericht von Dr. Scheiderbauer hat die Deutsche Gesellschaft für Neurologie, DGN, die Leitlinie unabhängig überprüfen lassen. Die vier nicht an der Erstellung der Leitlinie beteiligten Kollegen kamen zu ganz ähnlichen Schlüssen wie Dr. Scheiderbauer. Die DGN will daraus Konsequenzen für die Leitlinienentwicklung insgesamt ziehen.

Behandlung der MS nach Dr. med. Claus Broedersdorff

Eine Rezension des Buches Multiple Sklerose - Eine verständliche Ursache und eine erfolgreiche Therapie

"Komplementäre" H15-Therapie bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen: z.B. auch bei der Multiplen Sklerose?

H. Gerhardt, Mannheim

Die chronisch entzündliche Darmerkrankungen(CED) Morbus Crohn und auch Colitis ulcerosa zählen zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Das heißt, dass etwa 2/3 der CED Patienten unter extraintestinalen Symptomen in erster Linie unter rheumatischen Beschwerden leiden. Diese auch als ‚Autoimmunerkrankungen’ bezeichnete Gruppe chronischer Entzündungen verschiedenster Organsysteme sprechen therapeutisch auf Medikamente, die Leukotriene vermindern, also das unspezifisch wirkende Cortison und die spezifisch wirkenden Boswelliasäuren(BS) aus dem indischen Weihrauch an.