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Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e. V.

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Aktuelles aus der Forschung

Therapie Nachgefragt: Interview mit der MS-Patientin und Ärztin Dr. Terry Wahls

Tom Foell, Blickpunkt-Ausgabe 02/2022

In unserer Serie „Therapie Nachgefragt“ geht es in dieser Ausgabe um eine internationale Leitfigur der MS-Therapie: Dr. Terry Wahls ist eine US-amerikanische Ärztin, die selbst an MS erkrankt ist und mit einer SPMS leider sogar in den Rollstuhl gekommen ist. Damit hat sie sich aber nicht abgefunden, sondern mit medizinischer Intelligenz, viel Wille und Disziplin einen eigenen Weg und eine eigene Therapie entwickelt, mit der sie inzwischen wieder laufen und Fahrrad fahren kann. Im Interview mit ihr besprach ich Fragen zur Remyelinisierung, der Rolle von Bewegung und dem Einsatz von Medizintechnik sowie Nahrungsergänzungsmitteln. Und um ein tieferes Bild zu bekommen, nahm ich auch einige ihrer Online-Angebote wahr.

© Tom Foell

Mind and Motion: Pilates bei MS

Gabriele Engelhardt, Blickpunkt-Ausgabe 02/2022

Schon bereits zu Lebzeiten träumte Joseph Pilates davon, dass seine von ihm erfundene Trainingsmethode weltweit bekannt werden würde. Der Visionär und Sportbegeisterte, der 1883 in Deutschland geboren wurde, hatte schon früh das Ziel, ein System zu entwickeln, das körperliche Schwächen besiegen und dem Körper helfen sollte, in seine ursprüngliche Kraft zurückzufinden. Diese Motivation entsprang sicherlich auch dem Umstand, dass er selbst in seiner Kindheit häufig krank war. Als Vorbilder für seine Trainingsmethode dienten ihm die Atemtechnik des Yoga und der Kampfsport. Zudem verbrachte Pilates viel Zeit in der Natur und war fasziniert von den eleganten Bewegungsmustern der Tiere und ihrer Körperspannung, wenn sie etwa zum Sprung ansetzten. Heute zählt die nach ihm benannte Trainingsmethode Pilates zu den bedeutendsten Körpertrainingssystemen und wird auch in der Therapie von unterschiedlichen Beeinträchtigungen immer populärer.

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Die Seele stärken - Psychotherapie bei chronischer Krankheit

Red., Blickpunkt-Ausgabe 02/2022

Den Erhalt der Diagnose einer chronischen Erkrankung beschreiben Betroffene oft wie einen Schock – ein Gefühl, als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Auch wenn sich körperlich zunächst vielleicht keine oder nur wenige Einschränkungen bemerkbar machen, wird die Ungewissheit, wie sich das Leben mit der Krankheit weiterentwickeln wird, für viele Betroffene zu einer nie gekannten, teils existenziellen Belastung. Hier kann Psychotherapie helfen, sich im eigenen Rhythmus auf die neue Situation einzurichten, einen klaren Kopf und klare Gedanken zu bewahren, wieder (Selbst-)Sicherheit und Vertrauen aufzubauen und neue Perspektiven zu entwickeln.

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Remyelinisierung bei MS - Aktuelle medikamentöse Ansätze in der Entwicklung

Red., Blickpunkt-Ausgabe 01/2022

In den letzten 20 Jahren ist die Remyelinisierung als neues Therapieziel der MS stark in den Fokus der Forschung gerückt. Dieser spontane, auch bei Betroffenen endogen im Gehirn stattfindende Prozess, der geschädigte Myelinscheiden repariert, soll durch medikamentöse Ansätze (auch in Kombination mit bewegungsorientierten Ansätzen) stärker angeregt bzw. verbessert werden.

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Therapie Nachgefragt: Interview mit dem Ernährungsmediziner und Coimbra-Protokollarzt Dr. Dirk Lemke

Tom Foell, Blickpunkt-Ausgabe 01/2022

In unserer neuen Serie „Therapie Nachgefragt“ werde ich Ärzt*innen und Therapeut*innen einladen, im Gespräch mit mir unterschiedliche Therapieformen bei MS zu beleuchten. Den Anfang mache ich mit dem medizinisch sehr breit aufgestellten Arzt Dr. Dirk Lemke und stelle ihm Fragen zur integrierten Therapie, dem Einsatz von Vitamin D, Fragen zu der Ernährung und dem Einsatz von Medizintechnik.

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Alpha-Liponsäure bei progressiven Formen der MS - Natürliches Antioxidans hat neuroprotektive Fähigkeiten

Red., Blickpunkt-Ausgabe 04/2021

Oxidativer Stress spielt in der Pathophysiologie der Multiplen Sklerose eine wichtige Rolle. Gerade für progressive Formen der MS zeigen Studien der letzten Jahre für die Gabe der R-Alpha-Liponsäure einen klinischen Nutzen bei einer andauernden sehr guten Compliance.

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Klang, Rhythmus und Gehirn - Musiktherapeutische Behandlung in der Neurologie

Red., Blickpunkt-Ausgabe 04/2021

Musik ist bei allen uns bekannten Kulturen dieser Welt ein zentraler Bestandteil heilkundlicher oder therapeutischer Handlungen. Das liegt nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten 50 Jahre nicht nur daran, dass Musik in uns starke positive oder negative Gefühle auslöst, uns zur Bewegung animiert, zur Kommunikation dient und unser Wohlbefinden und unsere Motivation steigern kann, sondern auch daran, dass Prozesse bei ihrer Rezeption eine wichtige Rolle bei der Therapie neurologischer Erkrankungen und der Neurorehabilitation spielen können. Vorreiter auf diesem Gebiet ist das Team um Professor Michael H. Thaut, der die Entwicklung der Neurologischen Musiktherapie (NMT) maßgeblich beeinflusst hat.

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Darm-Hirn-Achse eröffnet neue Therapieansätze

Red., Blickpunkt-Ausgabe 04/2021

Dass ein immunologischer Austausch zwischen dem Darm-Mikrobiom und dem zentralen Nervensystem (ZNS) stattfindet, war bisher zwar bekannt, erstmals sichtbar machen konnten diese Vorgänge aber jetzt Forschende der Technischen Universität München (TUM). Der sogenannten Darm-Hirn-Achse wird in Zukunft bei der Therapie von Autoimmunerkrankungen eine größere Bedeutung zukommen.

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Moderne Medizintechnik und MS, Teil 4: Neurorehabilitation: Welche Rolle spielt die Medizintechnik in einer integrierten MS-Therapie?

Tom Foell, Blickpunkt-Ausgabe 04/2021

Die diesjährige Artikelserie konzentrierte sich bislang auf Chancen für MS durch neue Entwicklungen in der Medizintechnik. Ist die moderne Medizintechnik also so etwas wie ein Allheilbringer für MS? Sie ahnen es – leider nein, denn am Ende bleibt der Umgang mit der Krankheit für jede/n doch sehr individuell. Und fast genauso individuell zu bewerten wie die MS selbst sind deshalb auch die zwischenzeitlich – zum Glück – vielfältigen Instrumente bzw. externen Einflussfaktoren, die beim Umgang mit den individuellen Symptomen und Verlaufsformen eine Rolle spielen. Ein alleiniger Fokus auf Medizintechnik im Rahmen der MS-Behandlung wird also dem Krankheitsbild nicht gerecht. Trotzdem kann jedes Gerät oder Tool, das ich in der diesjährigen Serie mit Hintergründen, Chancen und Risiken vorgestellt habe, in Verbindung mit anderen Elementen einen wesentlichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben.

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Moderne Medizintechnik und MS, Teil 3: Smarte Apps für smarte Nutzer – Ein neues Paradigma zum individuellen Verstehen von MS?

Tom Foell, Blickpunkt-Ausgabe 03/2021

Vom Papier-Tagebuch zum digitalen Begleiter. Meine Diagnose kam 1997 für mich gefühlt mit dem Start des digitalen Wandels. Ende der 90er gab es zwar noch kein ständig und überall verfügbares Internet, aber zumindest PCs und sogar mobile Geräte (Notebooks), mit denen ich von Anfang an meinen Krankheitsstatus protokollieren konnte. Das tat ich auch in gewisser Regelmäßigkeit – d. h. immer bei einem Schub oder wenn es mir einfach schlecht ging. Ich protokollierte in einer Datei, die ich passwortgeschützt auf meiner Festplatte speicherte. Ich musste immer wieder mal suchen, wo sie ist, und hoffen, dass sie nicht verloren oder kaputt geht. Daneben schrieb ich unterwegs auch öfter mal in ein kleines Papier-Notizbuch. Das tippte ich bei Gelegenheit wieder in die geschützte Datei.

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